Pfand für den guten Zweck

Seit einigen Tagen steht nahe dem Eingangsbereich der Liebfrauenschule eine gelbe Tonne. „Sie wurde in der vergangenen Woche in einem Riesenpaket zugeschickt“, erklärt Sebastian Becker, Schüler der Klasse SzU b (Sozialassistenten/Unterstufe). Gemeinsam mit seinen Klassenkameradinnen Leonie Rawe und Laura Corigliano macht er sich für ein Projekt der Welthungerhilfe stark. „Pfand macht Bildung“ heißt die Aktion, bei der eine kleine Geste Großes bewirken kann. In der gelben Tonne sollen nämlich so viele Pfandflaschen wie möglich ihren Platz finden und umgetauscht werden. Der Erlös geht direkt an die Welthungerhilfe, die mit Hilfe der Spenden Bildungsprojekte in Afrika finanziert. „Wir können so andere Schülerinnen und Schüler unterstützen, die es nicht so gut haben wie wir“, betont Becker. Immer wieder hätten die Schülerinnen und Schüler mitbekommen, wie Pfandflaschen oder auch Dosen im Müll gelandet seien. „Oft ist es vielen zu umständlich, sie wieder mitzuschleppen oder umzutauschen“, sagt Corigliano. Und genau das muss nicht sein, meinen die Initiatoren der Aktion. Becker hatte schon von anderen Schulen gehört, die die gelbe Tonne eingeführt hatten und holte sich Unterstützung von seinen Mitschülerinnen. Auch Christina Kübbeler aus der BFC 12b (Berufsfachschule/Fachabitur) ließ sich von der Idee anstecken. „Die Mitarbeiter der Welthungerhilfe waren begeistert, dass wir mitmachen wollten“, berichtet Becker. Nach einem kurzen Bewerbungsschreiben konnte es losgehen. Die gelbe Tonne wurde auf dem Postweg verschickt und steht nun gut sichtbar für alle in der Nähe des Haupteingangs. Gemeinsam haben die Vier schon viel Werbung für ihre Aktion gemacht. Innerhalb einer Woche ist die gelbe Tonne schon fast gefüllt. „Unser Ziel ist es, an jedem Donnerstag Pfand wegzubringen“, betont Becker. Deshalb sollen Schülerinnen und Schüler und auch die Lehrkräfte fleißig weiter ihre Pfandflaschen spenden. Wer die Gruppe zusätzlich beim Umtausch der Pfandflaschen unterstützen möchte, kann sich bei Sebastian Becker oder Laura Corigliano melden.

Foto und Text: J. Kahn