Zum Berufsfeld der Heilpädagogik

 

 

Die Heilpädagogik ist eine besondere Disziplin der Pädagogik,
die mit ausgewählten heilpädagogischen und therapeutischen Methoden arbeitet.

Die Heilpädagogik bietet Hilfen und strukturelle Erziehungsmöglichkeiten für Menschen unter erschwerten Lebensbedingungen.

Insbesondere werden die individuellen Fähigkeiten des Einzelnen – unter Berücksichtigung seines Lebenskontextes – erweitert und ergänzt. Dabei werden je nach Ausbildung und persönlichem Schwerpunkt verschiedene heilpädagogische Methoden in das Alltagshandeln der Heilpädagogin bzw. des Heilpädagogen integriert.

Mögliche Praxisfelder von Heilpädagogen und Heilpädagoginnen können die offenen ambulanten und die stationären Formen der Erziehungs- und Behindertenhilfe sein:

  • Früherfassung und Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren
  • Heilpädagogische Tagesstätten und Kindergärten sowie integrative Kindergärten
  • Heilpädagogische Heime, Pflegestellen und Tagesheimgruppen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Werkstätten und Wohnheime für Behinderte
  • Erziehungsberatungsstellen und andere Kontakt- und Beratungsdienste für Kinder, Jugendliche, Eltern/Familien und deren Angehörige
  • Sozialpädiatrische Kliniken
  • Kinder- und Jugendpsychiatrien
  • Heilpädagogische Praxen

Die Weiterbildung spricht in besonderer Weise diejenigen an, die ihr Wissen erweitern wollen, die „Grenzerfahrungen“ in ihrer bisherigen Tätigkeit erfahren haben, sich für heilpädagogische Arbeit interessieren, sich in der Berufshierarchie verändern wollen oder einen Wiedereinstieg in den Beruf planen. Bereits ausgebildete Heilpädagogen/innen schätzen die Ausbildung als ein beruflich bereicherndes und persönlichkeitsbildendes Weiterbildungsangebot.

Entsprechend den besonderen Problemsituationen der zu fördernden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen erhalten die Schüler/innen ein umfangreiches Theorieangebot zu Wahrnehmungs- und Verhaltensstörungen, Behinderungsbildern, Diagnostik, pädagogischen Interventionsformen sowie zur Arbeit mit Bezugspersonen usw.

Die Fachschule zeichnet sich durch eine sehr gute Verknüpfung von Theorie und Praxis aus. Ein besonders vielfältiges Angebot durch praxiserfahrene Lehrkräfte (Psychologen, Dipl. Heilpädagogen, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten, Sprachtherapeuten, Motopäden u.a.) in Methoden der Gesprächsführung, Diagnostik, Heilpädagogische Übungsbehandlung, Psychomotorik,  Spielförderung und -therapie, Kunst, Musik u.a. ist Teil der Ausbildung. Durch supervidierte Tagespraktika werden die Fachschüler an das heilpädagogische Tätigkeitsfeld herangeführt.

Die Finanzierung der Ausbildung ist über Schüler-BAföG oder das relativ großzügig gestaltete "Meister-BAföG" möglich.

 

Seit dem Schuljahr 2007/08 wird die Ausbildung in Teilzeitform angeboten.

Sie dauert 3 Jahre. Der Unterricht verteilt sich auf zwei Abende (dienstags und donnerstags jeweils von 18.00-21.15 Uhr) sowíe auf den Samstagvormittag (in der Regel 14-tägig von 08.00-14.00 Uhr).

 

Weitere Informationen sind beim  Berufskolleg Liebfrauenschule in Coesfeld (Tel.: 02541/941710) erhältlich.

Ulrich Bunk

 

zum Bildungsgang Fachschule für Heilpädagogik (HP)
 

 

© Liebfrauenschule Coesfeld, W. Jansen

Letzte Überarbeitung: 28.04.2010